Informationen zum Thema Hyperthermie (Überhitzung) beim Hund

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Der Hund ist überhitzt und braucht sofort Hilfe:

Erste Hilfe Maßnahmen bei Hyperthemie

Ein übrhitzter Hund ist gereizt und muss so schnell wie möglich abgekühlt werden.

Dies geht am besten mit einem nassen Laken oder Handtuch.

  • Legen Sie den befreiten Hund in den Schatten
  • Wenn der Hund bewusstlos ist, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden – achten Sie darauf, dass die Zunge heraushängt!
  • Nehmen Sie gleichzeitig Kontakt auf mit Ihrem Tierarzt oder der Tierrettung.
    B
    efeuchten Sie seinen Körper und seine Beine mit nassen, kühlen Tüchern
  • benetzen die Maulhöhle mit kaltem Wasser.
  • Geben Sie dem Tier gleichzeitig kleine Schlucke Wasser zu trinken.
  • Schütten Sie niemals einen Eimer kaltes Wasser über den Hund, dies kann zu einem Herzstillstand führen!
  • Sobald sich der Hund erholt, kann Wasser angeboten werden.

Den Hund beatmen (nicht bei einer starken Blutung)

Beim Sterben setzt zuerst die Atmung, dann der Herzschlag aus. Wenn wir Atembewegungen sehen, muss also das Herz schlagen, auch wenn wir den Puls/Herzschlag nicht finden.

Finden wir nur den Herzschlag und können keine Atembewegung feststellen, muss der Hund beatmet werden.

  • Zunge leicht vor ziehen  und zwischen die Schneidezähne klemmen.
  • Das Maul wird mit Hilfe der Lefzen luftdicht verschlossen  und je nach Größe des Hundes mit 1-2 Händen umfasst.
  • Mit dem Mund umschließt man die Nase und beatmet den Hund.
  • Kopf leicht nach vorne strecken, um die Atemwege möglichst frei zu halten.
  • Vor den Hund setzen und beim Beatmen den Brustkorb beobachten.

Zusammen mit dem Beatmungsdruck gibt dessen Bewegung Auskunft über ein angemessenes Atemvolumen. Die Atemfrequenz sollte, je nach Größe des Tieres, zwischen 10-20 Atemzügen pro Minute liegen. Größere Tiere haben eine niedrigere Frequenz. Den Erfolg unserer Bemühungen können wir schnell an der sich von lila-blau (zyanotisch) nach rosa verfärbenden unpigmentierten Mundschleimhaut sehen. Zwischendrin sollten wir, unter Beobachtung der Schleimhautfarbe, immer wieder eine Pause machen, die Herzfunktion überprüfen und beobachten, ob der Hund evtl. wieder selbständig atmet.


Wenn rechtzeitig eingegriffen wird kann der Hund dies überleben, und doch besteht die Gefahr dass das Hirn oder die Nieren einen Schaden erleiden.

Wesentlich schlechter sind unsere Chancen, wenn wir bei unserem Patienten weder Atem- noch Herzbewegungen finden können.

Durch Druck auf die unpigmentierte Mundschleimhaut können wir die Blutversorgung der äußeren Körperregionen feststellen. Bei dieser Probe leeren wir durch Druck auf die Schleimhaut die feinen Blutgefäße. Bei gutem Kreislaufzustand füllen diese sich in weniger als einer Sekunde (kapilläre Füllungszeit) wieder mit Blut und der weiße Fleck wird rosa. Dauert es länger als 2 Sekunden, wissen wir, dass sich das Tier in einem sehr schlechten Kreislaufzustand befindet und dringend Hilfe braucht.


Herzmassage

Scheint ein Herzkreislaufstillstand gerade erst eingetreten zu sein, können wir eine Reanimation durch Herzmassage und Beatmung versuchen.

  • Hund auf die rechte Seite legen
  • Die Vordergliedmaße etwas beugen und nach hinten schieben
  • Durch Druck auf den Ellbogen kann nun Druck auf das Herz ausgeübt werden.
  • Der Druck sollte nicht mit roher Gewalt, aber kurz und kräftig durchgeführt werden.
  • Die Hand auf dem Hund liegen lassen und nicht anheben.
  • Mit der linken, flachen Hand, unterhalb der Wirbelsäule, auf den Bauch drücken. Hier verläuft die große hintere Hohlvene (V. cava caudalis), welche das Blut zum Herzen zurückführt.
  • Der Druck auf die Vene sollte immer abwechselnd zur Herzmassage stattfinden.
  • Es gibt keinen bestimmten Rhythmus bei dem sich Herzmassage und Beatmung abwechseln müssen.
  • Man sollte aber immer 1-2 Atemzüge beatmen und dann mit der Herzmassage beginnen, da sonst das aus der Lunge transportierte Blut keinen Sauerstoff transportieren kann.

Selbst mit Hilfe von Medikamenten und moderner Technik ist die Prognose bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sehr schlecht, trotzdem sollte man nicht vergessen, hin und wieder zu prüfen, ob das Herz selbst schlägt.